Preisverleihung

Werte, die weitergegeben werden sind Werte die erhalten werden möchten.

Aber Wer entscheidet darüber Was wert ist an die nächste Generation weitergegeben zu werden?
Und möchte die Nachfolgegeneration das Vermächtnis überhaupt?  Mitsamt der moralischen Verpflichtung welche oft einem Erbe anhaftet?

Hier klaffen immer wieder Wunsch und Wirklichkeit auseinander.
Der Erschaffende ist mit Recht stolz darauf, dass er nachweislich etwas geleistet und zustande  gebracht hat. Er hat seinem Lebenswerk ein Gesicht gegeben, welches in seinem Sinne erhalten werden soll.

Natürlich ist „Erben“ gesetzlich seriös verankert, dennoch gibt es viel Streitigkeit übers Erbe, da nicht alle Facetten und Wünsche vom Gesetzgeber erfasst werden können.
Geld nehmen die Erben in der Regel gerne, hiermit können sie ihre eigene Werte-Welt schaffen die ggf. diametral zum moralischen Werteverständnis des Erblassers steht.

Bei immateriellen Werten wird es noch schwieriger – wenn es  z.B. um Konzessionen, Lizenzen, Marken und Kundenlisten geht, oder um ideelle Werte wie Tradition.

Traditionen, welche schon von den Vorvätern übernommen wurden, die im Fluss der Generationen an Wert gewonnen haben – wie der Erhalt unserer Wälder (Preisträger Philipp Freiherr von und zu Guttenberg), den Anspruch an Wohnraum (Preisträger Dr. Christian Ude), moralisch-ethische Werte  durch beharrliches Eintreten gegen das Vergessen und für Versöhnung in unserer Gesellschaft nach Kriegsende (Preisträgerin Dr. h.c. Charlotte Knobloch)  – ist dies noch interessant für die Y-Generation?

Das Erbe wie Immobilien, Kunstgegenstände,  Grundstücke etc.  zu Geld zu machen bzw. finanzielles Vermögen einzustecken und sich dem Dolce Vita hingeben, lässt vielen Erblassern graue Haare wachsen und der zwischenmenschliche Zwist ist geboren.
Doch wie lässt sich die Nachfolge-Generation für den Werterhalt sensibilisieren ohne ihnen falsche moralische Zwänge überzustülpen, die nicht in ihre Welt passen?

Hier sind die Vermachenden aufgerufen, die Aufmerksamkeit kontinuierlich auf die Freude des Erhaltens zu lenken, die Begeisterung für das „Bekommen“ zu wecken getreu dem Motto: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern das Weitertragen der Glut“.

Dies verkörpert die Initiative Werterhalt und Weitergabe in dem sie herausragende Persönlichkeiten mit dem Initiativpreis ehrt, welche sich dieser Maxime verpflichtet sehen.

Prof. Dr. Stephan J. Lang         Dagmar Kohlmann         Dr. Gotthard Steiner         Florian J. Streibl

2017:

Die diesjährige Veranstaltung fand am 28. Juli 2017 um 11:00 Uhr in der Residenz München statt.